Trainerabschlussgedanken Meppen 2022

Ein Trainingslager zu organisieren ist nicht so leicht, besonders zu Zeiten von Corona und nach über 20 Jahren Trainingslager in Italien. Corona hat uns aber in gewisser Weise eine Entscheidung abgenommen, denn die Leichtathletikanlage ist in Senigallia in die Jahre gekommen und nur wegen des Strandes und Toni die weite und kostenintensive Bustour auf uns zu nehmen, das hat uns doch zum Grübeln gebracht.

In Meppen haben wir nun eine gute Alternative gefunden. Die Jugendherberge liegt direkt gegenüber der Laufbahn. Nachdem wir Anfang Februar vor Ort waren und mit dem Abteilungsleiter der Leichtathletikabteilung persönlich Kontakt aufgenommen hatten, konnten wir die Anlage problemlos nutzen. Auch der Landkreis Emsland zeigte sich sehr kooperativ. So bekamen wir vor Ort tatsächlich die Schlüsselgewalt für eine große Halle, das wäre in Burgdorf so nicht möglich- die Emsländer unterstützen Sportler scheinbar gerne.

Wettertechnisch hätte es uns nicht viel schlechter treffen können, durch die frühlingshaften Temperaturen in den Wochen vorher sind wir natürlich auch verwöhnt worden. Zu Beginn hatten wir morgens Frost und in der Woche ziemlich viel Regen. Umso erstaunlicher, dass wir unser Training zwar umstellen mussten ( 3* haben wir morgens die Halle genutzt), aber das Trainingsprogramm eigentlich durchziehen konnten. Es zeigt sich immer wieder, Burgdorfer Leichtathleten sind keine Weicheier, sie ziehen sich passend an, sind leistungswillig und wissen vor allem, wie man sich zu benehmen hat. Dass es auch anders geht, wurde uns allen von Montagmittag bis Mittwochfrüh klar. In dieser Zeit machten die 5a,b und c aus NRW eine Kurzklassenfahrt vor Ort.  Das Wort Vandalen passt zu dieser Gruppe und wir waren alle heilfroh, separat im Extrabungalow oder Flur untergebracht zu sein… Von Mittwoch bis Freitag sorgten dann zwei vierte Klassen für entspanntere Begegnungen. Beim Personal war unsere Gruppe von Beginn an beliebt und beim leckeren Essen wurde gut nachgelegt, sodass unsere Sportler auch bestens versorgt wurden. Für Ralf gab es sogar einen leckeren Geburtstagskuchen.

Die Unterbringung bei den Großen mit dem Extrabungalow sorgte auch für fröhliche Gesichter. Lina und Sophie belegten unten das Betreuerzimmer und teilten sich dann mit den Jungs die Gemeinschaftsduschen. Die Absprachen wegen der Duschzeiten klappten gut und der kleine Gemeinschaftsraum im Bungalow wurde zur Tischtennisrundlaufplatte umfunktioniert.  Auch wenn wir den Generalschlüssel hatten, mussten wir ihn nicht oft nutzen, das ist doch schon mal was.

Von den 17 Athleten waren lediglich 6 Teilnehmer keine Frischlinge, die gemeinsame Busfahrt fiel für die Gruppendynamik weg, sodass sich die Gruppe erst einmal vor Ort an die Abläufe eines Trainingslagers gewöhnen und beschnuppern musste. Unsere Ansagen wurden aber gut umgesetzt und zum Drücken wegen Unpünktlichkeit kam es kaum (10 pro Minute).  In der Regel sorgt der „leichte Schlafmangel“ am zweiten und dritten Trainingstag morgens für eher mäßigen Trainingseinsatz, die Angst früher ins Bett zu müssen, bewegt den müden Körper aber wieder und lockt die letzten Kraftreserven heraus. Die jüngeren Athleten sind da klar im Vorteil, die Regeneration funktioniert schneller und eigentlich sind sie fast unkaputtbar. 😊

Unsere zwei trainingsfreien Nachmittage wollten wir eigentlich mit einer Kanutour und einer Radtour ausfüllen. Die Kanutour haben wir wettertechnisch nicht umsetzen können, aber die Radtour hat am Donnerstag gezeigt, wie schön die Umgebung der Hase ist. Es war übrigens die schnellste Radtour, die wir jemals mit einer größeren Gruppe gemacht haben, trotz heftigen Windes ( wir sagten es ja bereits: unkaputtbar).

Die Abende verliefen wie bisher in den Trainingslagern sehr angenehm. Bausack, Bluff, Mäxchen  und Karrierepoker waren die Favoritenspiele und einige Kids zeigten auch hier ihren Ehrgeiz und ihre Bluffqualitäten.

Beim Abschlusstraining und Testwettkampf bewiesen alle Teilnehmer ihren Wettkampfwillen und zeigten trotz müder Knochen ihren Einsatz, feuerten sich gegenseitig an und klatschten sich ab: super!!!

Für nächstes Jahr steht für uns fest: Meppen wir kommen, wir haben bereits vom 25.3.- 1.4.2023 reserviert, da diese Jugendherberge bei Sportgruppen sehr beliebt ist und wir ja weiterhin unsere Extrabungalows und den Aktivraum im Keller haben wollen. Die jetzigen Teilnehmer haben ein Vorreservierungsrecht, denn wir sind uns alle einig: Meppen 2022 – STABIL!! Meppen 2023 wir kommen!!!

Nun freuen wir uns auf die ersten Wettkämpfe und sind gespannt, ob die zusätzlichen Einheiten Wirkung zeigen.

Eure Trainer Antje und Ralf

PS: Liebe Eltern, falls ihr euch nicht sicher seid, ob eure Kids gut geraten sind, keine Angst, sie sind es, versprochen. Falls ihr Zweifel habt, müsst ihr die NRW Gruppe live erleben…..( Ralf war komplett geschockt, ich kenne es ja beruflich)

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