Round and round it goes – but where it stops nobody knows!

Zum Samstag, 17. Mai 2025 wurden Marvin und Christian zur Lafferde Loop Challenge (LLC) eingeladen. Die Regeln sind:

„Bei einem Backyard Ultra gehen alle Läufer*innen bei Sonnenaufgang gemeinsam auf die 6,7 km lange Runde und haben 60 Minuten Zeit um die Strecke zu absolvieren […]. Nach 60 Minuten startet dann für alle gemeinsam die nächste Runde. Wer die Runde nicht in den 60 Minuten schafft, […] scheidet aus. Das Rennen ist erst beendet, wenn nur noch eine Person die Runde in der vorgegeben Zeit von einer Stunde erfolgreich absolviert (Last Human Standing). Es geht also nicht um Schnelligkeit!“

So richtig konnten wir die Challenge im Vorhinein nicht einschätzen, aber eines war uns als erfahrene (Ultra)Mehrkämper klar: Mithalten lässt es sich in so einer Veranstaltung nur, wenn sehr regelmäßig gegessen und getrunken wird! Insofern haben wir uns ein umfangreiches Buffet aufgebaut. Christian stellte selbstbewusst klar: „Ich hab natürlich nicht nur einen Koffer mit Essen dabei“.

Eine eigene Challenge setzte sich Toby, der nicht laufen sondern Baumkuchen essen wollte (Rollentausch). Sowas Verrücktes supporten wir natürlich und freuen uns umso mehr darüber, dass Toby sich mit uns in das Abenteuer gestürzt und unterstützt hat!

Unsere Startnummern zierte ein Igel, der den Beginn unserer Reise symoblisieren sollte, da wir uns erstmals dieser Herausforderung gestellt haben.
Für eine Folgeveranstaltung haben wir uns Fuchs (Marvin) und Bär (Christian) erlaufen.

Ein riesengroßes Dankeschön an Ramon und den TSV Klein Lafferde für die selbstlose Organisation und erfolgreiche Spendenaktion für das Kinderhospiz Löwenherz!
Wir haben den Einblick in eine neue Sparte sehr genossen und ausschließliche freundliche Leute kennengelernt!

Und uns dreien stellt sich nur eine Frage: Was haben wir getan?! 

Chronologie der Selbstzerstörung

Rückblick:
16.12.2024, Marvin und Christian werden eingeladen!
21.12.2024, Marvin läuft einen ganzen Halbmarathon mit Rucksack
10.04.2025, Marvin läuft einen weiteren Halbmarathon, aufgrund der guten Erfahrung wieder mit Rucksack

Christian war seit der Einladung regelmäßig laufen, Marvin auch ganze drei Mal, setzte seinen Trainingsschwerpunkt aber weiter auf Diskuswurf.

Am Freitag vor dem Wettkampf hieß es alle notwendigen Sachen packen und ganz viel Verpflegung vorbereiten. Abends sind wir im Camper zum Ort des Geschehens gefahren, haben uns gesammelt und versucht, ein bisschen erholsamen Schlaf zu finden.

Wettkampftag:
04:30 Nach dem Weckerklingeln hieß es: Unterlagen abholen und Laufbereitschaft herstellen
05:21 Startschuss zum Sonnenaufgang
ab hier durften wir stündlich erneut die Starttröte hören.

Zwischen jedem Zieleinlauf hatten wir Stress, denn in den paar Minuten mussten wir Trinken, Essen, Trinken, Essen, unsere Vorräte für die neue Runde aufladen und mitunter auch noch Kleidung wechseln.

Stunde für Stunde liefen wir die schöne Strecke durch Wald, Feld und zwei Dörfer. Nach ca. 6:15 in der Veranstaltung erreichten wir Marvins hoch gestecktes Ziel: die Marathondistanz. Wer die siebte Runde erfolgreich in der Zeit absolviert, darf sich von nun an Ultramarathonläufer nennen und wird auch in der Statistik der DUV (Deutscher Ultramarathon Verband) geführt – so auch wir beide. Marvin musste aufgrund von Krämpfen in Waden und Adduktoren den Lauf nach knapp 7 Stunden und 46.94km beenden.

Christian blieb zusammen mit knapp der Hälfte der Gestarteten im Rennen und welchselte erfolgreich seine Lauftaktik: Statt unregelmäßigen Gehpausen die ersten ca. 4km durchlaufen und die restlichen 2,7km zügig gehen, was sich erfolgreich ausgewirkt hat und immer weiter Kräfte freisetzte, bis es einmal in Runde 15 auf die magische Marke von 100km zuging. Erfreulicherweise nahm auch diese Runde eine Ende vor der unaufhaltsam weiter tickenden Uhr und 14:57 nach dem Startschuss konnte Christian sich sehr glücklich über 100.590m freuen und erfüllte sich so einen länger gehegten Traum!

Wir sind nun erstmal kaputt aber auch sehr zufrieden!

PS: Der Sieger absolvierte ganze 25 Runden, lief also bis zum nächsten Morgen durch. Beim Ultramarathon trifft man eine Reihe von Verrückten, bei denen wir uns sehr willkommen – wenn nicht sogar ein wenig zugehörig – gefühlt haben!

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