DM Masters 2026 in Mönchengladbach (17.07.-19.07.)

Mit dabei waren Carsten, Susanne, Hillen und ich. Das Team wurde verstärkt durch Carstens Frau Marion und Wolf.

Toller Einstand am 1. Wettkampftag mit 2 Medallien. Carsten begann am Freitagabend mit den 1.500m. Bei einem taktischen Rennen lag er kurz vor der Ziellinie noch vorn, musste dann aber leider Gert Schmidt (TVL Freiberg) ziehen lassen. Letztendlich trennten ihn nur 28 ms von Platz 1. Dennoch freute er sich riesig über die neue Bestzeit von 5:21,52 Minuten und dem im Vorfeld nicht ganz erwarteten starken 2. Platz im 11 Teilnehmer starken Feld. Der Weitsprung der W75 stand als nächstes noch am Freitag auf dem Plan. Hier wurde Hillen ihrer Favoritenrolle direkt im ersten Durchgang gerecht. Mit soliden 3,13 Metern setzte sie sich an die Spitze, konnte diese Weite im weiteren Verlauf jedoch nicht weiter ausbauen und lag damit unter den von ihr gesetzten eigenen Erwartungen und Leistungsniveau. Die Weite aus dem ersten Versuch reichte jedoch für den Sieg. Die zweitplatzierte Springerin folgte mit einem Rückstand von 18 Zentimetern.

Tag 2 begann für Hillen bereits um 10 Uhr mit einem stressigen Doppelstart, da sich Hochsprung und der 100-Meter-Sprint zeitlich überschnitten. Direkt nach dem Einspringen musste sie deshalb den Hochsprung-Wettbewerb unterbrechen, um an die Startlinie der 100 Meter zu flitzen. Nach dem Startschuss setzte sie sich bei ihrem 100m Lauf relativ früh vom gegnerischen Feld ab und gewann das Rennen in schnellen 16,79 Sekunden (nahe ihrer tollen Bestzeit aus dem Vorjahr). Anschließend ging es direkt zurück zur Hochsprunganlage. In ihrer nicht unbedingten Lieblingsdisziplin erreichte sie hier eine Höhe von 1,05 Metern. Im Endergebnis bedeutete dies Saisonbestleistung und einen guten dritten Platz auf dem Podest in einem Teilnehmerfeld von sieben Springerinnen. Der Sieg ging in diesem Wettbewerb bei 1,11 Metern weg. Während Hillen noch beim Hochsprung war, standen für Susanne und mich die 100 Meter auf dem Plan. Susanne hatte keinen ganz guten Start, da der Startschuss schon fiel bevor sie im Dreipunktstart richtig unten war. Dennoch lief sie mit 15,94s Saisonbestzeit. Bei mir blieb die Uhr bei 15,46s stehen, womit ich ebenso meine bisherige Saisonbestzeit um einiges verbessern konnte. Der Dreisprung war für Hillen als einzige W75 Springerin zusammen mit den AK W55-W70 für den Nachmittag angesetzt. Alle ihre Versuche waren gültig. Dennoch blieben die Weiten zwischen 6,26 Metern und 6,84 Metern deutlich unter ihren Leistungen aus dem Vorjahr sowie der vergangenen Hallensaison in Tartu, Toruń und Düsseldorf. Natürlich hatte sie sich auch hier – wie schon beim Weitsprung – etwas mehr erhofft. Allerdings steckte ihr zu diesem Zeitpunkt auch schon der lange Wettkampftag spürbar in den Beinen und es war ihr erster Dreisprungwettkampf in der Freiluftsaison. Abends stand nochmal Carsten auf der Rundbahn, diesmal allerdings nur für 2 Runden. Er war als einer der schnelleren im ersten, langsameren Lauf der beiden angesetzten 800m Läufe. Ziel war es also, möglichst im Rahmen der Bestleistung zu bleiben, um hier einen guten Platz in der Gesamtwertung zu erzielen. Der Plan ging gut auf und er überquerte als zweiter in einer neuen PB von 2:37,67min das Ziel. In der Gesamtwertung (14 TN) wurde daraus ein starker 5. Platz.

Am Tag 3 standen für uns noch die 200m Läufe wie auch 400m Läufe an. Diesmal beganne Susanne und ich mit den 200m Läufen. Susanne erwischte die undankbare Bahn 8 und musste mangels Besetzung auf Bahn 7 komplett ohne Orientierung vorweg laufen. Trotzdem ging sie das Rennen mutig an und kam deutlich besser durch als bei den bisherigen Läufen. Nach 33,46 Sekunden kam sie mit einer neuen Saisonbestzeit ins Ziel. Ich war dagegen die ersten Meter zu zögerlich angegangen, sodass ich trotz der insgesamt guten Bedingungen mit 32,11s meine bisherigen Saisonbestzeit nicht ganz so deutlich verbessern konnte, wie nach der 100m Zeit vom Vortag erhofft. Hillen lief couragiert vorneweg und gewann ihren 200m Lauf vor ihren beiden Konkurrentinnen in einer sehr guten Zeit von 35,39s (leider zuviel Rückenwind mit +2,1).

Zum Schluss standen für Hillen und mich noch die 400-Meter-Läufe auf dem Programm. Leider frischte der Wind deutlich auf, was die Bedingungen für Bestzeiten erheblich erschwerte. Ich ging das Rennen mutig gegen die Windwand an, was jedoch viel Kraft kostete. Nach 250m brach ich zunächst ein, Dank des anschließenden Rückenwinds konnte ich mich auf den letzten Metern aber noch einmal herankämpfen. So überquerte ich schließlich als Dritte die Ziellinie und konnte meine Zeit aus Cottbus vor 2 Wochen leicht auf 76,07s nach unten verbessern. Der Lauf von Hillen war ganz zum Schluss für 17:40 Uhr angesetzt. Sie ließ die beiden Konkurrentinnen zunächst vorweglaufen, hielt kontrolliert den Anschluss und setzte auf den letzten Metern zum Überholmanöver an. Als Erste überquerte sie schließlich nach 89,49 Sekunden die Ziellinie, während Platz zwei in 91,73 Sekunden wegging.

In der Summe viele tolle Platzierungen, Dank Hillen und Carsten einige Podestplätze, Saisonbestleistungen und persönliche Altersklassen-Bestleistungen (PBs). Ein großes Lob gilt dabei auch dem Veranstalter, der sich erneut als herausragender Ausrichter präsentierte. Dank einer rundum professionellen Organisation und pragmatischem Handeln bot das Team den Leichtathleten optimale Bedingungen und sorgte für einen reibungslosen Ablauf des gesamten Wettkampfwochenendes.

Fotos: Carsten und Marion Scheller.

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